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Witwentröster

Es war ein Ritter lobesam, der viel in dieser Welt rumkam, bis er nun endlich kurz und gut in dem Senioreninstitut mit seiner Burgfrau Ruhe fand, wo viele alte Damen recht gern zum Kaffee kamen. – Geboren einst am deutschen Rhein, trank er kein Wasser, lieber Wein aus heimatlichen Gauen. Er liebte schöne Frauen, fürwahr kein Kostverächter der schöneren Geschlechter!*

Man sah ihn noch in hohen Jahren recht munter mit dem Stinkross fahren; kein kleines war’s, o nein, ein Benz! Das fuhr er aus bis an die Grenz‘ der Formel 1 – beim heil’gen Vettel! Doch endlich schrieb er auf den Zettel, den man ihm gab im Institut: „Nun bin ich alt, nun ist es gut! Ich werde 90 Lenze bald. Das Fest verlaufe dergestalt: Ich will’s nach Ritterweise begeh’n in frohem Kreise! Drum lade ich die Freunde ein zur Labung und zum Ringelreih’n! So mancher starb ja schon, mag sein! Mit Freuden doch, den größten, will ich die Witwen trösten!

Das Fest im alten Waldschießhaus verlebte man in Saus und Braus, gewürzt durch weise Worte am wohlgewählten Orte. Da spielten auf die Musici, begeistert mit „Ihi, Ihi!“, mit Seufzerholz und Klavizimbel: Es war ein fröhliches Gebimbel! Man atzte, labte Köstlichkeit und sah nicht auf die späte Zeit, bis endlich alle gingen, die an dem Ritter hingen. 

Doch als die Nacht ihr Ende fand, der arme Ritter einsam stand – und rief: „Ich bin erblindet!“ [...] Dann meinte er: „Nach all den Tagen hat nun mein Stündchen wohl geschlagen! Gerade jetzt? Ich find‘ es arg! Schon legt man mich in einen Sarg. Die Zeit ist um, der Hammer fällt! Adieu du liebe schöne Welt!“ – Die Burgfrau aber rief entgeistert: „Wer hat die Brille zugekleistert?“ Er nimmt sie ab – und siehe da! Recht nahe lag doch, was geschah: Die Witwen all‘, die färbten ab, die er getröstet, mit Make-Up!

M.: Viel klarer leuchten Sicht und Wille, nimmst du beim Küssen ab die Brille!

* Dem weiland Rt. Aqua-Nit zum Gedächtnis, der davon bei einer Uhubaumfeier berichtete!

Kuni-fechs

Reych 232

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